Kaninchenzucht Martina Clemens

Hobbyzucht von NHD-Zwergwidder Kaninchen

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Kaninchenapotheke – homöopathische Mittel und Tipps bei Kaninchenkrankheiten


Abbildung einer schönen Blumenwiese
»Kaum ein Kaninchenfreund kann heute ohne spezielle Medizin für seine Lieben auskommen. Und doch gibt es gerade bei Mutter Natur viele gute Hausmittel, die sich schon oft bewährt haben. Sollten jedoch sehr eindeutige Beschwerden auftreten, empfehle ich in diesem Fall immer einen Tierarzt aufzusuchen.«
Martina Clemens

 

Mehr Muttermilch durch Steckrüben

Für werdende Kaninchen-Mamas ist es gut wenn man ihnen Steckrüben gibt. Durch die Gabe der Steckrüben können Häsinnen vermehrt Muttermilch produzieren. Diese Rübenart lässt sich einfach zuhause ziehen oder kann auch mal beim Bauer um die Ecke, erworben werden.

Abszess bei Kaninchen

Sollte sich einmal bei einem Kaninchen ein Abszess bilden, hat sich die Verwendung von Babypuder bewährt. Sollte es sich um einen eitrigen Abszess handeln, sollte der Eiter zuerst entfernt werden und die Wunde mit einer antiseptischen Flüssigkeit gespült werden. Tragen Sie anschließend den Puder einmal pro Tag auf. Führen Sie die Behandlung solange durch, bis sich kein Eiter mehr bildet. Sollte die Wundheilung gestört sein oder sich gar neuer Eiter bilden, ist ein Besuch beim Tierarzt unvermeidbar. (Quellennachweis: Doccheck.com)

Milbenbehandlung bei Kaninchen

Wenn sich ein Kaninchen Milben zugezogen hat, hat sich das Medikament Ivomec bewährt. Wegen eventuellen Nebenwirkungen, sollte das Medikament nur von einem Tierarzt verabreicht werden.

Entzündete Augen bei Kaninchen

Bei leicht entzündeten Augen helfen die Augentropfen Bebirelli, diese sind in fast jeder Apotheke zu bekommen. Sollte eine Besserung nicht innerhalb von drei Tagen eintreten, würde ich dem Tier von einem Tierarzt, ein Antibiotikum verschreiben lassen.

Behandlung von Schürf- und Bisswunden bei Kaninchen

Bei Schürf- und Bisswunden hat sich die Blattsalbe (in der Apotheke erhältlich) sehr bewährt. Täglich 1–2 mal dick aufgetragen, trägt sie zu einer raschen Genesung bei.

Blähbauch bei Kaninchen – was wirkt!

Bei Blähbauch, hat sich das verabreichen von Weidenkätzchen bei mir ganz gut bewährt. Spätestens am 2. Tag hat das Kaninchen keine Beschwerden mehr.

Wurmbefall bei Kaninchen

Bei Wurmbefall hat sich bei mir folgende Vorgehensweise bewährt. Ich gebe meinen Tieren bei Wurmbefall solange nur Karotten zu fressen, bis der Stuhl eine orangefarbene Konsistenz bekommt. Danach sind die Kaninchen wieder kerngesund.

Durchfall bei Kaninchen lindern/stoppen

Bei Durchfall hilft es, einmal einen Diättag einzulegen. Am besten geben Sie den Tieren nur Heu, etwas Petersilie und frisches Wasser. Die Gabe von Kamillentee hat sich ebenfalls bei Blähungen und Durchfall bewährt.

Basilikum für Kaninchen

Basilikum hat bei Kaninchen eine appetitanregende Wirkung. Sie werden durch die Vergabe der ganzen Pflanze ruhiger und ausgeglichener.

Brennnessel – die vielseitige Pflanze

Die Brennnessel- unbeliebt beim Gärtner, aber eine äußerst wertvolle Heilpflanze! Sie enthält viel Mineralstoffe, vermehrt die Milch der Häsinnen, hilft beim Knochenaufbau der Jungtiere, wirkt blutreinigend, blutbildend, entgiftend, stoffwechselanregend und verdauungsfördernd. Sie wird getrocknet verfüttert (dazu werden die Pflanzen vor der Blüte geschnitten) und ist sehr beliebt bei Kaninchen. Da sie auch eine ausgezeichnete Futterpflanze für viele Schmetterlingsraupen ist, sollte ihr in jedem Garten eine Ecke zugestanden werden.

Birkenzweige – den Stoffwechsel anregend und entgiftend

Frische Zweige werden von den Kaninchen gerne geknabbert. Sie wirken harntreibend, stoffwechselanregend, entwässernd, entgiftend, nierenanregend und hautreinigend. Eine Nierenreizung ist bei Birke auch bei einer Langzeitanwendung nicht zu befürchten, anders als bei Wacholder, Liebstöckel oder Brunnenkresse.

Vitamin-Power für meine Kaninchen

Fichte und Rottanne: Im Winter bringe ich meinen Kaninchen manchmal frische Tannenzweige. Meist werden sie gerne gefressen, es hat aber einzelne Langohren gegeben, die nicht ganz verstanden haben, was sie mit dem stachligen Zeug anfangen sollen. Die Tannenzweigfresser tun sich damit aber viel Gutes, enthalten doch die Zweige viel Vitamin C, Provitamin A und ätherische Öle mit entzündungshemmender, schleimlösender, keimtötender und stärkender Wirkung.

Himbeere – gut für werdende Kaninchenmamas

Trächtigen Häsinnen erhalten bei mir täglich einige Himbeerblätter. Diese stärken die Gebärmutter und sorgen für eine gute Schwangerschaft und Geburt. Sie wirken auch fruchtbarkeitssteigernd. Dazu reicht man sie einige Wochen vor dem Decken. Auch kurz nach der Geburt können nochmals eine Handvoll Blätter zur Stärkung gereicht werden.

Stressreduzierung bei Kaninchen durch Johanniskraut

Die moderne Medizinforschung bestätigt sensationelle Heilwirkungen des Johanniskrauts: Es wirkt gegen Depressionen und ist dabei mindestens so wirksam wie chemische Mittel und das ohne Nebenwirkungen! Neueste Forschungen zeigen weiter eine ausgezeichnete Wirkung gegen Bakterien vor allem gegen den gefürchteten Staphylococcus aureus, der gegen Antibiotika oft resistent ist! Ich habe das Kraut noch nie direkt verfüttert, sondern mache Johannisöl daraus. Dazu legt man frisches, blühendes Kraut klein geschnitten in Olivenöl ein und stellt es für 2 bis 3 Wochen an die Sonne. Das Öl nimmt eine dunkelrote Färbung an. Es wird filtriert und ist ca. ein Jahr haltbar. Verwendet wird es bei Wunden, auch bei wunden Läufen (konnte ich noch nie selbst ausprobieren); es soll desinfizierend, schmerzstillend, wundheilend und Gewebe bildend wirken. Als Tee, beziehungsweise wenn das Kraut verfüttert wird, wirkt es bei Nervosität, Depressionen, nervöser Unruhe, nervöser Erschöpfung, Schlaflosigkeit oder Appetitlosigkeit. Tipp: Warum Johanniskraut nicht einmal vor und nach einer Ausstellung geben, um den Stress der Tiere etwas zu mindern?

Löwenzahn – der gesunde Alleskönner

Löwenzahn: Bei den Kaninchen überaus beliebt und ebenso gesund! Er regt das ganze Drüsensystem an, wirkt blutreinigend, stoffwechselanregend, harntreibend, appetitanregend, magenstärkend, verdauungsfördernd, leberstärkend und er vermehrt die Milchproduktion der Muttertiere. Es ist das erste Frischfutter, das ich Jungtieren reiche. Auch als Auftakt zur Grünfutter-Saison im Frühjahr, erhalten alle Kaninchen frischen Löwenzahn. Bei Kaninchen mit Verdauungsproblemen, ist Löwenzahn oft der Lebensretter! Meine Tiere sind ganz verrückt darauf.

Minze – nichts für Kaninchenmamas

Die beliebte Teepflanze wirkt anregend, stärkend, erfrischend, kühlend, blähungswidrig und appetitanregend. Ich verfüttere sie im Sommer an heißen Tagen. Sie verringert den Milchfluss, sollte also Muttertieren nicht gegeben werden.

Thymian – erste Hilfe bei Erkältungen

Thymian wirkt entzündungshemmend, schleimlösend, stärkend, desinfizierend und verdauungsfördernd. Thymian hilft bei Erkrankungen der Atemorgane wie Schnupfen, Erkältungen, Bronchitis. Er hat eine natürliche Antibiotikum-Wirkung, stärkt aber gleichzeitig das Immunsystem – im Gegensatz zu den echten Antibiotika, die durch die Zerstörung der Darmflora immun schwächend wirken. Im Winter gebe ich meinen Kaninchen statt Wasser verdünnten Thymiantee, den sie über alles lieben.

Bei Appetitlosigkeit von Kaninchen – Wermut und Beifuß helfen

Eine Bitterstoffpflanze mit appetitanregender, verdauungsfördernder, blähungswidriger und krampflösender Wirkung. Gleiche Wirkung hat auch Beifuß, ein naher Verwandter des Wermuts. Ich gebe Wermut oder Beifuß bei Kaninchen, die sich nicht so freudig aufs Fressen stürzen wie gewohnt, als erstes Grünfutter zusammen mit Löwenzahn.

Winde / Zaunwinde gegen Verdauungsprobleme bei Kaninchen

Der Schrecken aller Gärtner - aber nur so lange bis er entdeckt, dass dieses so wüchsige Unkraut äußerst beliebt ist bei den Kaninchen. Ich verfüttere sie regelmäßig. Bei Kaninchen, die durch immer kleinere Kotballen eine Verlangsamung der Verdauung und der Darmbewegung anzeigen, gebe ich täglich Winden bis zur Normalgröße der Kotballen. Diese sind ein wertvoller Zeiger der Verdauungstätigkeit und sollten bei jedem Ausmisten kurz begutachtet werden. So lassen sich nämlich Verdauungsprobleme sehr früh erkennen und behandeln!

Topinambur – das Ganzjahresgrünfutter

Als Kaninchenfutter dürfte Topinambur jedem, der Kaninchen hat, bekannt sein. Topinambur, ist ein großer Leckerbissen für unsere Kaninchen. Auch stellt die Pflanze eine Dauerfutterbasis sicher. Man kann sowohl die Blätter als auch die Knolle verfüttern. Topinambur-Knollen verfügen über etwa 80 % Wasseranteil und 20 % Trockensubstanz. Bei der Blatt - und Stengelmasse liegt das Verhältnis dagegen bei annähernd 70 zu 30. Diese Futterpflanze liefert jedes Jahr neues Grünfutter und eignet sich auch sehr gut als Windschutz.

Bindehautentzündung bei Kaninchen

Bei Bindehautentzündung hilft die Bepanthen Augen- und Nasensalbe aus der Apotheke.
Diese Salbe wirkt sehr gut, bei Mensch und Tier. Auch eine normale Wund-und Heilsalbe oder Bachblüten-Rescue-Creme hilft schnell bei kleineren Hautwunden.

Enterocolitis bei Kaninchen

Die Enterokolitis des Kaninchens ist eine Entzündung des Dünn und des Dickdarms.

Ursachen

Bei Kaninchen kommen zwei Formen der Enterokolitis vor, die Antibiotika-assoziierte Enterotoxämie sowie die infektiöse Enterokolitis.

Die Antibiotika-assoziierte Enterotoxämie entsteht durch Verabreichung von Antibiotika, die nicht gegen Clostridien wirksam sind. Dadurch kommt es zu einer Überwucherung des Darmes vor allem mit Clostridium difficile.

Die infektiöse Enterokolitis wird vor allem durch hochpathogene Stämme von Escherichia coli, seltener durch Lawsonia intracellularis ausgelöst. Da die Krankheit hochinfektiös ist, kann sie sich in Beständen seuchenartig ausbreiten.

Symptome, Diagnostik und Behandlung

Betroffene Tiere stellen die Futteraufnahme ein und zeigen teilweise apathisches, regungsloses Im-Stall-Sitzen. Dünnbreiiger Durchfall mit schleimiger Beimischung eines gallertartigen Sekrets mit fauligem Geruch wird im Anfangsstadium beobachtet, später kann der Kotabsatz ausbleiben und eine Aufblähung des Bauchraumes auftreten.
Die Diagnose erfolgt anhand des klinischen Bildes und einer bakteriologischen Untersuchung des Kots. Die Behandlung erfolgt durch breit wirksame Antibiotika wie Chloramphenicol oder Metronidazol. Quelle: Wikipedia

Entstehung von RHD und Myxomatose

Gut zu wissen: Wusstet ihr schon, dass die RHD- und die Myxomatosekrankheit allein durch den Mensch entstanden ist? Beide Virenstämme wurden erschaffen, um der explosionsartigen Vermehrung der Kaninchen in Australien und später auch in Europa, Einhalt zu gebieten. Meines Wissens begann die gezielte Dezimierung im Jahre 1950, und zwar mit der Myxomatose. 1990 begann der Einsatz des RHD-Virenstamms. Beide Arten von Dezimierungen konnten bis heute die Population nicht wirksam in den Griff bekommen.

RHDV1 – Chinaseuche

Die Chinaseuche, auch RHD (rabbit haemorrhagic disease), ist eine hämorrhagische Viruserkrankung, die nur Kaninchen befällt. Empfänglich sind alle Kaninchenrassen beiderlei Geschlechts. Jungtiere bis zu einem Monat erkranken nicht, können aber den Erreger vermehren. Der Großteil der erkrankten Tiere ist älter als 3 Monate. Die Sterberate liegt je nach Virusstamm bei 5 bis 100 Prozent, wobei die derzeit zu beobachtenden Erkrankungen nahezu ausschließlich tödlich verlaufen.

Der Krankheitserreger ist ein Calicivirus mit ikosaedrischer (= Zwanzigflächige) Hüllenform und einem Durchmesser von etwa 40 Nanometer. Es ist im Blut, im Knochenmark, in allen Organen und in sämtlichen Ausscheidungen nachweisbar. Somit kann die Infektion über direkten Kontakt und auch indirekt über Stechinsekten und Fliegen erfolgen. Auch eine indirekte Übertragung über mit dem Virus behafteten Gegenständen (Futter, Kleidung, Käfiginventar) ist möglich. Das Virus bleibt in der Umwelt bei Zimmertemperatur über drei Monate ansteckend, bei niedrigen Umgebungstemperaturen siebeneinhalb Monate. Reinigen Sie bei Neubesatz den Käfig gründlich.

Verlauf der Krankheit: Ein wesentliches Merkmal der Erkrankung ist eine hochgradige Störung der Blutgerinnung, die zu punktförmigen Blutungen (Petechien) in allen Geweben führt. Daneben tritt eine Leberentzündung mit Gewebsuntergang sowie Fibrösen und Verkalkungen der Leberzellen auf. Ein weiteres Anzeichen für die Krankheit kann apathisches Verhalten sein, das innerhalb kürzester Zeit nach der Infektion auftritt.

Die Inkubationszeit liegt bei 1 bis 3 Tagen. Danach tritt ein akuter bis per akuter Verlauf (= sehr schnell verlaufender Krankheitsverlauf) ein, der im Allgemeinen innerhalb von 12 bis 48 Stunden zum Tod des Tieres führt. Typisch für den klinischen Verlauf sind neben den petechialen (= punktuellen) Blutungen zentralnervöse Symptome, die sich vor allem in Krämpfen äußern. Im Endstadium ist ein Überstrecken des Kopfes zum Rücken hin recht typisch.

Die Bekämpfung der Krankheit geschieht am effektivsten durch eine jährlich zu wiederholende Impfung. Daneben haben sich seuchenhygienische Maßnahmen wie Quarantänisierung und Verbot von Kaninchenausstellungen in betroffenen Gebieten als sinnvoll erwiesen. (Quellennachweis: Wikipedia)

RHDV2 – Chinaseuche NEUE Variante

Bei dieser neuen Art des Calicivirus handelt es sich um eine sehr schnell einsetzende Variante des Sterbens. Kaninchen, die eben noch gesund schienen und gefressen haben, versterben innerhalb kürzester Zeit ohne eindeutige Krankheitssymptome. Eine eigens beauftragte Laboruntersuchung bestätigte am 14.09.2015 die Vermutung, dass es sich hierbei um eine neue Variante dieses Virenstammes handelt.

Symptome

Das betroffene Kaninchen weist zum Todeszeitpunkt genau wie bei der ersten Variante, dem RHDV1-Virus, gestreckte Läufe und geöffnete Augen auf. Unterschied: Bei der zweiten Variante, dem RHDV2-Virus, tritt an keinen Öffnung Blut aus.

Wir haben daraufhin direkt unseren gesamten Bestand mit dem Impfstoff CUNIVAK RHD Externer Link von der Firma IDT Biologika GmbH impfen lassen. Bitte lesen Sie unbedingt die komplette Beschreibung zu diesem Medikament auf der Herstellerseite Externer Link. Leider ist die Beschreibung noch nicht auf die neuste Viren-Variante abgestimmt worden (Info laut Hersteller). Laut unserem Tierarzt, Herr Dr. med. vet. Thomas Schwarz Externer Link, aus Dormagen, braucht der Impfstoff nicht muskulär – wie vom Hersteller empfohlen – gespritzt zu werden, sondern kann wie gewohnt, direkt ins Hautgewebe eingebracht werden.

Immunisierung

Die Impfung kann bei Jungtieren schon ab der 4. Woche erfolgen. Nach drei Wochen ist eine zweite Impfung nötig. Die Immunisierungsdauer wurde bei dem neuen Impfstoff getestet. Wichtig: Es dürfen nur „offensichtlich gesunde Tiere“ geimpft werden. Bei schon infizierten Kaninchen wirkt der Impfstoff nicht. Anders, als wie beim Hersteller beschrieben, ist der Schutz nach 14 Tagen erreicht und schützt das Kaninchen ein ganzes Jahr. Danach sollte weiterhin einmal pro Jahr neu geimpft werden.

Nebenwirkungen

Laut Beschreibung treten keine bis sehr wenige Begleiterscheinungen auf. Es kann aber zu leichtem Fieber und Appetittlosigkeit kommen.

Myxomatose

Bei der Myxomatose handelt es sich um eine aus Südamerika stammende sehr ansteckende und für Kaninchen tödliche Viruserkrankung. Dieser Virus wird meist durch stechende Rheinschnaken (Stechmückenart), die vorzugsweise in hohen Populationen an hochwasserreichen Gebieten leben wie Donau, Elbe, Rhein usw. verbreitet. Die Krankheitssymptome sind leicht- bis sehr geschwollene Augenlieder, ein geschwollener Genitalbereich sowie heiße- und geschwollene Ohren. Bei einem geübten Blick sind die Einstichstellen gut zu erkennen.

Eine Verbreitung des Virus ist durch beschnuppern anderer Tiere, durch Schleimhautkontakte und Kontamination des Futters möglich. Schützen kann man sich nur durch eine frühzeitige Impfung. Diese sollte nach einem Neukauf innerhalb der 14-tägigen Quarantänezeit erfolgen. Bitte bedenken Sie auch, dass es bei Tieren mit einem schwachen Immunsystem, nach der Impfung zum Ausbruch der Krankheit kommen kann (Impfung durch Lebend-Impfstoff).

Kaninchenschnupfen

Der Kaninchenschnupfen ist so ziemlich das schlimmste was einem Züchter passieren kann. Genau wie bei Menschen, kann sich der Schnupfen sehr schnell ausbreiten und somit den gesamten Bestand gefährden. Wird er frühzeitig entdeckt, zum Beispiel durch ständiges Niesen oder einem wässrigen Nasenausfluss, kann man das – in Quarantäne befindliche Tier – mit einem Antibiotikum behandeln. Wenn sich jedoch der Allgemeinzustand weiterhin verschlechtert, sollte man das Tier nicht unnötig leiden lassen. Eine Heilung ist im fortgeschrittenen Stadium nicht mehr möglich.

Diese Tipps sind aus einer jahrelangen Erfahrung und vielen Gesprächen mit befreundeten Züchtern heraus entstanden und besitzen keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Auch kann keine Verantwortung für eine Heilung oder Besserung übernommen werden. Dieses Informationsblatt wird von mir ständig aktualisiert.
Martina Clemens